Klimawandel im Kopf

Ende August hat Utopia zwei Online-Vorlesungen zum Thema Nachhaltigkeit vorgestellt, die mir seitdem nicht mehr aus dem  Kopf gehen. Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit und die Online-Vorlesung „Klimawandel und seine Folgen“.

Wäre das nicht vielleicht was für mich? Eine sinnvolle Beschäftigung während der Elternzeit bei der sich mein Kopf mal wieder anstrengen darf, die meine Interessen anspricht und evtl. auch einen beruflichen Mehrwert mit sich bringt…?

Jetzt – mit vier Wochen altem Baby – frage ich mich erstmal: kann ich das überhaupt schaffen? Eigentlich bin ich doch gerade schon ausreichend damit beschäftigt  Baby, Hund, Haushalt und Co auf die Reihe zu kriegen. Und ein bisschen Zeit und Energie soll ja auch für meine zwei großen Jungs übrig bleiben…

Allerdings ist das Angebot von Iversity schon sehr verlockend: Den Online-Kurs „Klimawandel und seine Folgen“ kann jeder als Gasthörer kostenlos belegen. Es besteht auch die Möglichkeit den Kurs mit einem Zertifikat abzuschließen, was 29 Euro kostet. Dazu kann man sich bis eine Woche vor Kursende entscheiden. So könnte ich in Ruhe ausprobieren und mich erst später zur Prüfung anmelden. Selbst ohne abschließendes Zertifikat – Themenbereiche wie „Klimawandel und die Maya“ oder  „Optionen und Instrumente im globalen Klimaschutz“ schaden der Allgemeinbildung sicherlich nicht.

Am 9. November geht es los – macht jemand mit?

 

 

Die Sache mit den Stoffwindeln

Bereits lange vor der Geburt unseres Sohnes haben wir uns dafür entschieden statt mit den klassischen Wegwerf-Windeln mit Stoffwindeln zu wickeln. Auf die Vor- und Nachteile will ich jetzt nicht weiter eingehen, die lassen sich super auf naturwindeln.de nachlesen. Ausschlaggebend für uns war auf jeden Fall das vermeiden von Müll, aber auch, dass an Babys Haut möglichst wenig Chemie und möglichst viel Natur kommen soll.

Nachdem ich nach den ersten drei Baby-Wochen etwas Routine beim Wickeln entwickelt habe, möchte ich nach und nach an verschiedene Stoff-Wickelarten ausprobieren. Das der Kleine so klein ist, dass er erstmal nicht in die praktischen Windelhöschen passt, hätte ich mir eigentlich schon denken können…

Zuhause haben wir schon eine Starterbox von Imse Vimse, da diese jedoch erst ab ca. 4-5 kg passen, haben wir noch Mullwindeln und fünf Neugeborenen-Stoffwindeln von Christine Bendel besorgt. Dazu eine kleine Überhose aus Schurwolle und eine aus Polyester (polyurethan-beschichtet) von Imse Vimse.

Die Stoffwindeln von Bendel benutzen wir tagsüber seit der Nabelschnurrest abgefallen ist, da wir bisher jedoch nur fünf Stück haben, nutzen wir auch weiterhin die Wegwerfwindeln von Naty.

Die Windeln von Bendel sind einfach anzulegen – wie eine klassische Wegwerfwindel – nur das Überhöschen muss man noch darüber ziehen. Praktische Sache – allerdings kam es jetzt doch schon das ein oder andere Mal nass durch das Überhöschen durch. Hm, liegt das nun daran, dass ich die Windel nicht ordentlich angezogen habe oder etwas eher hätte neu wickeln sollen? Oder liegt es am Schurwoll-Höschen, das doch nicht so dicht ist wie gewünscht? Oder sind die Überhosen doch noch etwas zu groß, so dass es an den Beinchen durchnässen kann? Gute Frage… weiter beobachten!

Im Moment versuche ich lieber verschiedene Wickeltechniken mit den Mullwindeln, da diese bei passenden Neugeborenen-Wickeltechniken nicht ganz so stark auftragen und dazu noch die günstigste Variante sind.
Mein Favorit aktuell: die klassische Dreiecks-Faltung mit Steg und darüber das Schurwoll-Überhöschen. Da der kleine aktuell eh noch alle drei Stunden gewickelt wird, ist auch eine zusätzliche Saugeinlage noch nicht unbedingt notwendig.

Stoffwindel

Da die Stoffwindeln im Gegensatz zu den Wegwerfwindeln die Feuchtigkeit nicht einschließen, sondern einfach nur aufsaugen, frag ich mich, ob man generell öfters wickeln muss, als mit den Einmalwindeln… Und wie soll das Unterwegs funktionieren? Oder Nachts, wenn er doch mal länger als drei Stunden schläft? Fragen über Fragen… Ein guter Ort, um all die Fragen loszuwerden und geduldig und gut beraten zu werden, ist auf jeden Fall das LeLo auf der Karli. Dort gibt es auch Stoffwindeln in jeglichen Formen und Farben zu kaufen – alles ökologisch natürlich!

Jetzt blos nicht aufgeben oder faul werden, schließlich wollen wir bald aufhören Unmengen an Windel-Müll zu produzieren!


 

Garteneindrücke

So schön ist unser kleiner, wilder Garten!
Diesen Sommer haben wir den Garten – zeitbedingt und auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er ja doch bald verkauft wird – ziemlich vernachlässigt.

Trotzdem blüht und grünt er wunderschön, bietet ein Zuhause für eine Wespen- sowie eine Hornissenfamilie und hat uns eine reiche Apfel-Ernte beschert. Auch der Quittenbaum war – nach einem Jahr Pause – wieder fleißig! Wir freuen uns über Erntehelfer im Oktober…

Danke lieber Garten!


 

À la saison: Rumtopf

Endlich ist es wieder soweit: Kräuter, Erdbeeren, Süßkirschen und schön langsam auch Himbeeren im eigenen Garten – es kann wieder geerntet und verarbeitet werden!
Da die Beeren- und Kirschenausbeute in unserem Garten leider eher überschaubar ist und sich ein Verarbeiten im größeren Stil gerade nicht lohnt, versuche ich dieses Jahr mal einen Rumtopf anzusetzen.

Gartenfreude

Um an Weihnachten einen leckeren Rumtopf zu  haben, ist Mai / Juni die ideale Zeit, um mit dem Ansetzen zu beginnen. Das gute am Rumtopf ist ja, dass man die Früchte nach und nach zugeben kann – ja nachdem was gerade reif ist und zur Verfügung steht.

Heute beginne ich mit etwa 250 g Erdbeeren und 250 g Süßkrischen aus unserem Garten. Da ich keinen richtigen „Rumtopf“ aus Steingut habe, muss eine große Porzellanschüssel mit Deckel herhalten. Hauptsache das Gefäß ist sauber, nicht (!) luftdicht verschlossen und wird kühl und dunkel gelagert.

Geht auf jeden Fall schön einfach und sieht jetzt schon lecker aus. Freut euch auf Weihnachten!
Rumtopf


 

Ein neues Jahr

Ein neues Jahr… und glaubt mir, ich bin sehr gespannt was es bringt!

Das letzte Jahr war voller Veränderungen für mich. Veränderungen denen immer Entscheidungen vorausgingen. Entscheidungen, die häufig an meiner Kraft gezehrt haben und mich immer wieder dazu gezwungen haben mich mit mir selbst auseinander zu setzen. Im Nachhinein kann ich sagen – es hat sich gelohnt, ich bin zufrieden mit all meinen Entscheidungen und dankbar für all diese Veränderungen.

Ich bin mir sicher das neue Jahr wird nicht ruhiger werden – viele Pläne und Ziele gibt es in unseren Köpfen und auch die persönlichen Baustellen werden sich sicher wieder zu Wort melden.
Daher habe ich das Jahresende eher mit gemsichten Gefühlen verbracht. Einerseits Freude und Aufregung wie es mit all unseren Plänen vorangeht, andererseits aber auch Ängste und Befürchtungen, welche Probleme und Herausforderungen dadurch auf uns zukommen.

Die letzten zwei Tage im Jahr 2014 haben wir am Plauer See in MeckPomm verbracht und haben die wunderbare Ruhe dort genutzt alle Themen, die doch immer wieder mal an einem nagen, gemeinsam durchzugehen. Reden hilft! und wir starten mit neuer positiver Energie und einer ordentlichen Portion Vertrauen, dass alles zu seiner Zeit kommt, in das neue Jahr!

Ende der Woche wagen wir dann auch gleich einen dritten Anlauf nach Flößberg. Diesmal mit baufachlicher Unterstützung, um den wahren Zustand des Hauses und die damit verbundenen Kosten einschätzen zu können. Und was passiert, wenn der Zustand unseren Vorstellungen und Möglichkeiten entspricht? Jaaa… es bleibt spannend!

unverblümt trifft Wildwuchs

Ich bin ja eigentlich kein Tortenfreund… zu viel Sahne, zu viel Creme… da wird mir schnell flau von. Aber heute habe ich die Erfahrung gemacht, dass Torte nicht gleich Torte ist.

Nach einem schönen, (wenn auch matschigen und kalten) Waldspaziergang am Zwenkauer See haben wir zum Geburtstagskaffee das Landcafé Wildwuchs in Zwenkau angesteuert. Dort wurden wir von der strahlenden Besitzerin und einem prasselnden Kaminfeuer empfangen.

Bevor wir überhaupt ans Kaffee bestellen denken konnten, mussten wir erstmal in aller Ruhe das so liebevoll eingerichtete Café begutachten… wo man auch hinsieht, findet man wunderhübsche Details – eine Mischung aus alt und verspielt ohne verkitscht zu wirken.

Zu meiner großen Schale Milchkaffee – frisch gebrühter Kaffee mit Bio-Milch – musste ich dann doch ein Stück Torte bestellen, sah einfach zu verlockend aus: weiße Schokolade mit Himbeeren. Wunderbar anzusehen, unglaublich lecker und absolut bekömmlich.

Neben dem einladenden Ambiente, den leckeren selbstgebackenen Torten aus regionalen und / oder Bio-Zutaten, hat uns vor allem auch die Besitzerin mit Ihrer Freundlichkeit überzeugt. Dass unser Junior als Kinderportion ohne Probleme auch ein halbes Stück Schoko-Torte bestellen konnte, erlebt man nicht allzu häufig.

Vielen Dank, wir kommen gerne wieder!

 

Weihnachtsauftrag

Juhu, die erste große Marmeladenbestellung ist bei uns eingegangen!
45 Gläser als Weihnachtspräsente für die Patienten der Ergotherapie-Praxis meiner Schwester.

LosgelegtEinverstanden, losgelegt!
Nach einer Bestandsaufnahme, was unser Garten noch an Kräutern und Früchten hergibt, habe ich auf dem Markt  erstmal eine große Ladung Quitten erstanden.

Da 45 Gläser für unsere kleine Küche und unseren kleinen Garten doch eine Menge sind, werden sie sich aus verschiedenen Sorten zusammensetzen. Zur Auswahl soll es letztendlich geben:
– Stachelbeer-Zitronenmelisse
– Quitte-Zitronenmelisse
– Quitte-Lavendel

 

Die Stachelbeeren habe ich zu einer feinen säuerlichen Konfitüre mit leichter Melissen-Note verarbeitet. Bei den Quitten habe ich mich für Gelee entschieden – wahnsinnig aufwendig bei den harten Früchten – aber absolut lohnenswert. Das Quittengelee mit einem Hauch Lavendel ist auf jeden Fall mein Favourit.

Quitte-Melisse Xmas-Auftrag

Danke für das Vertrauen! Wir freuen uns auf weitere Aufträge.

Schlaflos

Nach dem entstpannten Apfeslaft-Nachmittag sind wir noch eine Runde durch das Dörfchen Flößberg spaziert, wo wir uns vor kurzem einen Hof angeschaut haben.
Wir wollten herausfinden: Wie ist es in dem Dorf? Was gibt es alles, welchen Leuten begegnet man, wie ist die Umgebung? Was sagt uns unser Gefühl?

Auch auf dem Hof waren wir nochmal kurz, um ungefragt ein bisschen im Garten zu sitzen und Hof und Umgebung auf uns wirken zu lassen.

Kaum daheim haben wir die Schlafzimmerwand dann erstmal mit Klebezetteln tapeziert: all die Must-haves, Should-haves und Nice-to-haves, die uns so eingefallen sind. Beeindruckend!

Und trotzdem bleibt die Frage: WIE bitte entscheidet man denn eigentlich, welches der richtige Hof für einen ist, auf welchem Fleck Erde man wohnen, bleiben, leben und alt werden möchte? Wir sind überfordert!

Das Saft-Wochenende

Äpfel und QuittenDiesen Termin halten wir uns schon seit Wochen frei: das Saft-Wochenende. Von Anfang an stand fest, dass wird einer unserer ersten Blog-Einträge – ohne wirklich zu wissen, was uns eigentlich erwartet.

Eingeladen hatte uns ein Arbeitskollege vom Linke-Hof mit ein paar vagen Informationen wie: große Streuobstwiese, Saft machen, gemeinsam mit Familien und Kindern, Saftpresse, Pasteurisieren…

Klingt gut – daher starten wir Samstag Mittag los Richtung Niedergräfenhain und halten dort Ausschau nach Schildern der Heros Baumschule.

Eine Baumschule mit rund 80 h Fläche zu finden, ist auf jeden Fall nicht allzu schwer.
Nach einer kurzen Hunderunde über das Gelände werden wir mit einem leckeren Mittagessen von den fleißigen Saftmachern empfangen.

Danach schauen wir beim presseSaftpressen und pasteurisieren zu. Obwohl die Presse mit Strom funktioniert, steckt eine Menge Handarbeit mit drin: Äpfel (und auch Birnen und Quitten) Kistenweise in den Häcksler füllen, per Knopfdruck häckseln lassen, Schicht für Schicht auftürmen mit groben Filtertüchern dazwischen und anschließend unter die Presse schieben. Der Saft fließt durch ein Sieb in Kannen, um anschließend pasteurisiert zu werden.

Während die Kinder nach der Pressung fleißig die Filtertücher vom Trester befreien, starten wir hinten auf dem Trekker eine Tour zu den Obstbäumen und bekommen nochmal ein Gefühl dafür, dass 80 h doch eine ganz schöne Menge sind… Und auch wieviel Arbeit im Auflesen und Pflücken der vielen Äpfel und Birnen steckt.

KastanienraupeZurück auf dem Hof machen wir dann noch nähere Bekanntschaft mit den Kastanienraupen und freuen uns beim Kaffee ein bisschen mit Kai von Rote Beete plaudern zu können, da wir doch erst vor kurzem im kreuzer (Ausgabe 09/14) von diesem Projekt gelesen haben.

Wir kaufen noch 20 l absolut leckeren Apfelsaft und verabschieden uns mit dem Kopf voller Eindrücke, etwas mehr Ruhe im Herzen und noch mehr Lust auf eigene Projekte.
Danke, dass wir dabei sein konnten!