Zwischen den Jahren

Das eine Jahr ging zu Ende, ein neues begann und dazwischen waren wir hin und her geschüttelt zwischen Ausruhen und Tatendrang. Weihnachten verbrachten wir in Familie in besinnlicher Gemütlichkeit bei (viel) guten Essen und interessanten Gesprächen. Anschließend ließen wir das alte Jahr Revue passieren und planten unsere Vorhaben für das Neue. Silvester haben wir dieses Jahr (wieder) im Bett verbracht und machten uns anschließend gleich voller Spannung und Vorfreude an die Umsetzung unserer Vorsätze.

Aber nochmal langsam:
Es war ja Weihnachten. Die Vorweihnachtszeit empfand ich als wenig weihnachtlich, was wohl überwiegend den Temperaturen geschuldet war. Und doch habe ich diese Zeit noch nie so bewusst wahrgenommen und hinterfragt. Braucht man einen Weihnachtsbaum? Wenn ja woher? Kommt der Weihnachtsmann oder das Christkind? Wieviel schenkt man und was? Werden die Geschenke verpackt? Mit oder ohne Schleife? Das waren nur ein paar Fragen, die mir so durch den Kopf gingen und die ich dieses Mal nur teilweise für mich beantworten konnte.

Brot im Glas mit RumtopfZumindest beim Thema Geschenke haben wir für uns wieder eine schöne Lösung gefunden. Hier hatten wir uns für eine Brotbackmischung im Glas und unseren im Sommer angesetzten Rumtopf entschieden.

Die Brotbackmischung und die Inspiration zur Umsetzung haben wir auf dem Blog „Zimtkeks und Apfeltarte“ gefunden. Hier nochmal die Zutaten, die in die Flasche kommen:

200 g Dinkelmehl
200 g Dinkelvollkornmehl
100 g Weizenmehl
50 g Sonnenblumenkerne
50 g Kürbiskerne
50 g Leinsamen
2 gestr. Tl Salz

An die Flasche hängt man dann noch einen Beutel Trockenhefe und für die Zubereitung benötigt man dann später noch 400 ml lauwarmes Wasser und einen Esslöffel Honig.

Körnerbrotbackmischung
Material und Zutaten (natürlich alles Bio) waren recht einfach zu besorgen. Einen kleinen Knoten im Kopf bekam ich als ich die Zutaten in die Flasche füllen wollte. Ein gewöhnlicher Trichter ist nicht breit genug, es einfach so in den Flaschenhals kippen macht’s nicht einfacher. Ich habe mir dann mit einer etwas stabileren Folie einen eigenen Trichter gebastelt und dann die Zutaten nacheinander in die Flaschen gegeben. Das Ergebnis sieht zauberhaft aus und kam blendend bei den Beschenkten an.

Nach Weihnachten habe ich mich dann erst einmal rundum satt und träge gefühlt, nicht nur des Essens wegen. Nun musste erst einmal das Jahr verdaut werden, es passiert ja doch einiges in 365 Tagen. Zum Ausruhen und Rückblenden blieb dann gar nicht so viel Zeit, da das neue Jahr schon mit großen Schritten angerannt kam und seinerseits mit Vorsätzen, Vorhaben und Wünschen gefüllt werden wollte.

Wir haben uns für das neue Jahr verschiedene Herausforderungen vorgenommen, die wir gern jeweils für einen Monat testen wollen. Wie ist es z.B. einen Monat autofrei zu leben oder keinen Müll zu produzieren? Kann man ausschließlich bio einkaufen oder nur regional und saisonal? Wir werden euch jeden Monat eine Herausforderung vorstellen und wie wir damit umgehen. Dabei geht es uns nicht um einen dogmatischen Umgang mit dem jeweiligen Thema, sondern vielmehr darum einmal zu beleuchten was wir schon jeweils tun und wie wir uns darin noch verbessern können. Seid gespannt, macht mit und berichtet uns von euren Erfahrungen.

Im Januar geht es los mit der Frage: „Ist es sinnvoll ausschließlich bio einzukaufen? Geht das überhaupt?“. REWE, Aldi und Co. sind voll mit Biolebensmitteln, aber sind z.B. Biokartoffeln aus Übersee besser als regionale Kartoffeln aus konventioneller Landwirtschaft? Und gibt es Dinge, die man definitiv nicht bio kaufen kann?

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